Publikationen

Architektur des medizinischen Wissens. Eine Kulturgeschichte der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien

Herausgegeben von Markus Müller, Stefan Oláh und Ulrike Matzer.
Basel: Birkhäuser 2024 (erscheint am 1. April 2024)

Die Medizinische Universität Wien zählt mit ihrem Universitätsklinikum, dem AKH Wien, zu den weltweit bekanntesten und traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten. Gemeinsam bilden sie einen eigenen, das Stadtbild bestimmenden Distrikt. Diese gebaute Substanz aus knapp 250 Jahren nahm Stefan Oláh fotografisch in den Blick. Das Buch bietet einen visuellen Parcours durch die Stätten medizinischen Wissens und Wirkens. Auch das, was sonst unsichtbar ist, zeigen die Motive. Diese ästhetisch beeindruckende Diagnose wird durch einen kultur- und wissenschaftshistorischen Essay von Ulrike Matzer ergänzt.

Grafikdesign: Willi Schmid

Spezialistinnen ihres Fachs. Zu Unrecht vergessene Fotografinnen

In: FOTOTECHNIKa, herausgegeben von Caroline Heider, Ruth Horak, Lisa Rastl und Claudia Rohrauer

Salzburg: Fotohof edition, 2023, pp. 20–27.

Ist Fototechnik männlich? Wie ändert sich ihre Geschichte, wenn man sie aus einer weiblichen Perspektive schreibt? Kann man Fototechnik gendern? Ja! Wenn technikaffine Künstlerinnen ihre Arbeitsabläufe performativ inszenieren, den Kamera-Fetisch wörtlich nehmen oder einschlägige Ratgeberliteratur neu lesen, und wenn fotoaffine Autorinnen aufschlussreich den Kontext dazu verfassen. FOTOTECHNIKa ist sachlich und sinnlich, bietet Kunst, Theorie und Reflexion.

Autor*innen: Caroline Heider, Ruth Horak, Ulrike Matzer, Claudia Rohrauer, Katharina Steidl, Franz Thalmair.
Gestaltung: Leopold Sikoronja

Lectures & Performances: FOTOTECHNIKa II – Wie "weiblich" ist die Fototechnik?, 6. Mai 2023, 14–18h, Fotohof Salzburg.

Buchpräsentation: 18. Mai 2023, 18h, Third Place – Universität für angewandte Kunst, Wien.

Besprechung von Steffen Siegel

Karl Schwanzer, Design der Ausstellung "Dienst am Volk", Wien 1952. Foto: Photo Meyer © Karl Schwanzer Archiv, Wien Museum

Die Bauten und ihre Bilder. Karl Schwanzers Einsatz der Medien Fotografie und Film

In: Leidenschaftlich modern. Karl Schwanzer und seine Architektur. Eine Anthologie in Fotografien, 1947–75, herausgegeben von Caroline Schwanzer und Mirko Pogoreutz

Basel: Birkhäuser, 2021, pp. 370–388.

Der österreichische Architekt Karl Schwanzer (1918–75) zählte zu den produktivsten und innovativsten Gestaltern seiner Generation. Mit seinem Sinn für die ikonische Wirkung von Architektur nahm er früh ästhetische Paradigmen vorweg: Inszenierungen, Atmosphären, Performativität. Er dachte Architektur interdisziplinär und bediente sich neuer Medien, allen voran Fotografie und Film. Sein beeindruckendes Œuvre wird hier erstmals vorgestellt. Zugleich rückt der Band die für ihn tätigen Fotograf*innen ins Licht.

Autor*innen: Charlotte Blauensteiner, Max Gruber, Timo Huber, Rudolf Kohoutek, Rüdiger Lainer, Ulrike Matzer, Heinz Neumann, Andreas Nierhaus, Laurids Ortner, Boris Podrecca, Mirko Pogoreutz, Wolf D. Prix, Caroline Schwanzer, Martin Schwanzer.
Grafikdesign: Willi Schmid
Redaktion: Ulrike Matzer, Mirko Pogoreutz

Fotografieforschung unter feministischer Perspektive

In: Fotografie als Motiv, herausgegeben von Caroline Heider, Ruth Horak, Lisa Rastl und Claudia Rohrauer

Wien: Mark Pezinger Books, 2021, pp. 132–137.
2023 beim internationalen Wettbewerb der Stiftung Buchkunst mit der Goldmedaille prämiert und zuvor bereits mit dem Staatspreis "Die schönsten Bücher Österreichs 2021" ausgezeichnet!

Buchpräsentation am 14. Dezember 2022, 18 Uhr, Universitätsbibliothek der Akademie der bildenden Künste Wien

Aufnahmepraxis – Variation – Reproduktion – Autorïnnenschaft – Reflexion. Ein Buch, ein Medium und viele Motive. Drei Künstlerinnen mit einer Fachausbildung in Fotografie bzw. Kameratechnik reflektieren ihr Handwerk, ihr technisches und theoretisches Wissen, ihre Arbeit am Motiv. Der Akt der Aufnahme eröffnet ihnen faszinierende neue Themen, die eine autonome Form annehmen und Motiv werden können. Künstlerinnenbuch und praktisches Manual in einem lädt das Werk zum Weiterdenken des Fotografischen ein.

Autor*innen: Caroline Heider, Ruth Horak, Ulrike Matzer, Lisa Rastl, Claudia Rohrauer, Andreas Spiegl, Franz Thalmair.
Grafikdesign: Astrid Seme

Identität im Übergang. Luo Yangs Fotoserien GIRLS und YOUTH

In: GIRLS, YOUTH. Luo Yang, Selected Works, herausgegeben von Alfred Weidinger für die OÖ Landes-Kultur GmbH und Gabriele Spindler.

Wien: VfmK Verlag für moderne Kunst GmbH, 2021, pp. 5–11.

Mit dem Preis "Die schönsten Bücher Österreichs 2021" ausgezeichnet.

Luo Yang gilt als Shooting Star der aktuellen Fotoszene Chinas. Dieser Ausstellungskatalog bringt markante Beispiele ihrer beiden Langzeitprojekte GIRLS und YOUTH in einen Dialog, man kann das Buch von beiden Seiten lesen.
In meinem Essay analysiere ich Luo Yangs Porträts chinesischer Millennials vor dem Hintergrund der beschleunigten gesellschaftlichen Transformation des Landes. Nicht anders als in den 'westlichen' Ländern beginnen auch in China immer mehr Jugendliche ihre Genderidentität in Frage zu stellen und bewusst mit Kleidung, Accessoires und ihrer Attitüde zu spielen. Doch angesichts traditioneller Vorstellungen von binären Geschlechterrollen und konservativen Familienmodellen ist der auf ihnen lastende soziale Druck enorm.

Autor*innen: Ulrike Matzer, Gabriele Spindler
Grafikdesign: Studio Es

Zwischen verfahrenstechnischer Entwicklung und historiografischer Ambition. Josef Maria Eders Ausführliches Handbuch der Photographie 1884–1932.

In: Fotografie im Dienst der Wissenschaft. Aspekte der Visual History, herausgegeben von Stefanie Dufhues und Wilhelm Füßl, Ilmtal-Weinstraße: Jonas Verlag, 2021, pp. 39–61.

Die komplexe Editionsgeschichte des vielbändigen, vielfach neu aufgelegten und neu bearbeiteten Ausführlichen Handbuchs der Photographie von Josef Maria Eder (1855–1944) war bereits für dessen Zeitgenossen kaum zu überblicken. Dennoch war dieses Werk von nachhaltiger Wirkung. Vor allem die Geschichte der Photographie als einer der ältesten Teile ist als Quellensammlung bis heute von Belang. Eder, der viele der Fotopioniere noch persönlich kannte, investierte für einen Naturwissenschaftler ungewöhnliche Energien in die Etablierung seines Fachs. Systematische Untersuchungsreihen in der auf seine Initiative 1888 in Wien aktivierten Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie und Reproductionsverfahren erlaubten ihm die kontinuierliche Weiterentwicklung neuer Anwendungen. Diese Art von institutionalisiertem Wissenstransfer und die damit verbundene Formation der Forschungswissenschaft Fotografie wird in dem Artikel skizziert.

Karl Schwanzer – Spuren. Eine Bestandsaufnahme

Mit Fotografien von Stefan Oláh

Herausgegeben von Ulrike Matzer und Stefan Oláh.
Basel: Birkhäuser, 2019.

Ein schier unerschöpflicher Erfindungsreichtum zeichnet das umfangreiche Œuvre des Architekten Karl Schwanzer (1918–75) ebenso aus wie die Liebe zum Handwerk und die Wahl der Materialien. Was bleibt von seinen Werken? Wie verändert sich die Bausubstanz im Lauf der Jahre?

Stefan Oláh hat sich auf diese Spurensuche begeben. Als Architekturfotograf hält er das Gegenwärtige der Bauten fest, Jahrzehnte nach ihrer Errichtung. Die Präzision der farbigen Großbildaufnahmen korrespondiert mit Schwanzers raffinierter Gestaltung. So ist das Buch der visuelle Kommentar zu seinem baukünstlerischen Schaffen.

Autor*innen: Sebastian Hackenschmidt, Otto Kapfinger, Laura Karasinski, Therese Leick, Michaela Lindinger, Ulrike Matzer, Sophie Menasse
Grafikdesign: Willi Schmid

Anonym, Miethaus Köstlergasse 1 (Linke Wienzeile 38), Ansicht vom Gerüst des Hauses Linke Wienzeile 40, 1899 © Privatbesitz

Fotografien als strategische ‚Waffe‘. Otto Wagners Einsatz des Mediums im Architekturdiskurs der Moderne.

In: Rundbrief Fotografie, Vol. 27 (2020), No. 3 [N. F. 107], pp. 42–49.

Otto Wagner (1841–1918), der Architekt des ‚modernen Lebens‘ gilt in seinem propagandistischen Einsatz für eine grundlegende Erneuerung der Baukunst als Pionier. In seiner leidenschaftlichen Argumentation für eine an den funktionalen Bedürfnissen der Gegenwart ausgerichteten Architektur setzte er auf die Überzeugungskraft des fotografischen Bildes. Ausgehend von einem jüngst entdeckten Konvolut von Originalabzügen aus Wagners ehemaligem Besitz wurde in der Ausstellung im Photoinstitut Bonartes in Wien der strategische Einsatz des Mediums in der frühen architektonischen Moderne analysiert.

Marianne Strobl, „Industrie-Photograph“ 1894–1914

Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Bd. 15

Herausgegeben von Ulrike Matzer
Salzburg: Fotohof edition, 2017.

Marianne Strobl stieg für ihre Auftraggeber in die Kanalisation, kroch in die Ötscherhöhlen und begleitete mit ihrer Kamera über Jahre die Errichtung des Gaswerks Wien-Leopoldau. Ihre Beschlagenheit in der „Blitzlicht-Photographie“ und ihre Spezialisierung auf Industriedokumentation waren ihr Atout, um auf dem extrem heftig umkämpften Wiener Markt um 1900 zu bestehen. Diese selbstbewusste Fotografin, die sich nicht wie viele ihrer Berufskolleg*innen im Atelier 'versteckte', gilt es wiederzuentdecken.

Autor*innen: Ulrike Matzer, Andreas Nierhaus, Hanna Schneck.
Grafikdesign: Martha Stutteregger

Frame and Focus. Photography as a Schooling Issue

Contributions to a History of Photography in Austria, Vol. 11

Edited by Maren Gröning in cooperation with Ulrike Matzer.
Salzburg – Wien: Fotohof edition, 2015

This reader is the fruit of a two-day workshop which was organized under the title "Die Photographie als Schuldisziplin" ("Photography as a Schooling Issue") at the Photoinstitut Bonartes with the help of the Albertina in Vienna from May 10 to 12, 2012. The workshop aimed at launching a discussion on the preliminary results of a research project regarding the Austrian photochemist and historian of photography Josef Maria Eder (1855–1944), which was supported by the Austrian Science Fund.

Contributors: Julia Blume, John Fleetwood, Christine Frisinghelli, Maren Gröning, André Gunthert, Klaus Hentschel, Alfred Holzbrecher, Ulrike Matzer, Anne McCauley, Michael R. Peres, Rudolf Scheutle, Walter Seidl, Ann Thomas, Marija Tonković.
Graphic Design: Martha Stutteregger

Josef Maria Eder. Photographie als Wissenschaft. Positionen um 1900. Herausgegeben und kommentiert von Maren Gröning und Ulrike Matzer

Reihe Photogramme, herausgegeben von Bernd Stiegler
München: Wilhelm Fink, 2013.

Eder wird in diesem Band mit eigenen programmatischen Texten sowie Beiträgen seiner Zeitgenossen vorgestellt. Im Zentrum steht dabei die nach Eders Entwurf 1888 eröffnete K. k. Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie und Reproductionsverfahren, die ein äußerst breit gefächertes Spektrum von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sollte.

Das wilde Denken in der Schule; "Alte & neue Redensarten sinken ineinander". Erwin Einzingers Verwendung von mundartlichem Sprachmaterial

in: Die Rampe – Hefte für Literatur Bd. 3/2014: Porträt Erwin Einzinger

Herausgegeben von Leopold Federmair für das Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, Linz 2014, pp. 63–65 und 115–118.

Ein artist’s artist der literarischen Welt, ein écrivain pour écrivain(e)s besonders von seinen schreibenden Kolleg*innen wird der Schriftsteller Erwin Einzinger hoch geschätzt. In diesem Band erweisen sie ihm ihre Reverenz.

Autor*innen: u.a. Ann Cotten, Hans Eichhorn, Günther Eisenhuber, Christine Haidegger, Hans Höller, Jochen Jung, Walter Kappacher, Michael Köhlmeier, Alfred Kolleritsch, Helmut Neundlinger, Teresa Präauer, Ilma Rakusa, Peter Rosei, Brita Steinwendtner, Peter Waterhouse

The History of Austrian Photography, 1939–1969

In: The History of European Photography, 1939–1969

Edited by Václav Macek. Central European House of Photography; FOTOFO, Bratislava and Eyes On – Month of Photography Vienna, 2014, pp. 20–45.

The History of European Photography (1900–2000) was an international research project spanning the whole of Europe. Each volume of the encyclopaedia is organized alphabetically by country. A study on the history of photography in each country is written by an expert of photography from that country. This encyclopaedia is the first of its kind in photography. Its target group is not only experts and scholars, but also a broader public interested in the medium.

Aglaia Konrad, Iconocity. With interventions and a text by Willem Oorebeek (Ausschnitt)

Mise en page mise en espace. Aglaia Konrads Arbeit Iconocopicity

In: Eyes on the City. Urbane Räume in der Gegenwartsfotografie

Herausgegeben von Otto Hochreiter und Christina Töpfer, Salzburg: Pustet 2012, pp. 100–103.

Autor*innen: Hubertus Adam, Hubertus von Amelunxen, Jean-François Chevrier, Angelika Fitz, Elke Krasny, Ulrike Matzer, Christina Natlacen, Ethel Baraona Pohl, Andreas Prinzing, Christina Töpfer, Michael Zinganel.

"Schon das jeweilige Zusammenkommen von Männern, welche dasselbe Ziel anzustreben haben, ist von nicht geringer Bedeutung." Die Vereinspolitik der Photographischen Gesellschaft unter geschlechtsspezifischer Perspektive

In: Die Explosion der Bilderwelt. Die Photographische Gesellschaft in Wien 1861–1945

Herausgegeben von Michael Ponstingl, Wien: Brandstätter Verlag 2011, pp. 176–195.

Autor*innen: Monika Faber, Ulla Fischer-Westhauser, Maren Gröning, Astrid Mahler, Ulrike Matzer, Dorothea Peters, Michael Ponstingl, Klaus Albrecht Schröder, Werner Sobotka, Timm Starl.
Grafikdesign: Martha Stutteregger

 

Josef Dabernig: WARS, Peter Land: The Ride, Petra Egg: Grand Tour, Manuela Mitterhuber: "non-fiction game"

In: magazin [8]. Jahresbericht 2003 des Salzburger Kunstvereins

Herausgegeben vom Salzburger Kunstverein, Salzburg 2004, pp. 75–77, 82–85, 86–88, 98–101

Redaktion: Ulrike Matzer
Grafik: Martha Stutteregger

magazin [6]. Jahresbericht 2001 des Salzburger Kunstvereins

Herausgegeben vom Salzburger Kunstverein, Salzburg 2002

Redaktion: Ulrike Matzer
Buchdesign: Florian Pumhösl

Cora Pongracz: Fotografie

Herausgegeben von Silvia Eiblmayr, Rainer Iglar und Michael Mauracher, Fotohof edition Bd. 20, Salzburg 2001

Autor*innen: Reinhard Priessnitz, Maren Richter, Ferdinand Schmatz
Redaktion: Silvia Eiblmayr, Ulrike Matzer
Grafik: Dorit Margreiter